Das Internet – #Neuland oder nicht

Politiker verschaffen sich ja gerne mal Aufmerksamkeit, manche tun das freiwillig, andere eher unfreiwillig. Auslöser für diese Aufmerksamkeitsschübe sind entweder Trunkenheit im Bundestag oder kundgetanes Unwissen. Letzteres wird nun Frau Merkel nachgesagt die sich mit dem Satz “Das Internet ist für uns alle Neuland.” zum Gespött der Twitteraner machte.

TweetMerkelSo posten gerade Jüngere wie lange wir doch schon das Internet hätten und, ach, wie gut wir damit klarkämen und, dass wir im Umgang damit sooo vertraut wären.

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Ist das so? Ich habe mal zwei Grafiken zusammengestellt mit Begriffen, die für mich das Internet charakterisieren und mit Begriffen, die für mich eher banal sind.

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Internet ist nicht nur…

Für viele Menschen heißt “Internet” mit seinen Freunden kommunizieren zu können, gerne über Facebook und Email. Das geht so schön schnell und ist auch schön bunt! Dabei wissen sie, wie sie ihre Privatsphäreeinstellung anpassen, sodass ihr Chef nicht sieht, was sie böses über ihre Firma sagen. Während der Arbeit haben sie gerade Sportify für sich entdeckt und müssen ihre Mp3s nicht mehr von Youtube rippen. Diese speichern sie dann in ihrer Dropbox, wir sind ja heutzutage alle in der Cloud. In der Mittagspause wird das neuste Smartphone gezückt, mit dem Retina-Display (Was ist eigentlich Retina? Keine Ahnung, aber die Werbung sagt, dass ich es haben muss, es glänzt ja auch so schön!) und die neusten Brüller auf 9gag geshared. Man betreibt halt Socializing, auch beim Essen. Die neusten Memes kennen inzwischen alle und lachen herzlich über den, der Mr. Bean in einem Pic nicht erkennt. Dass der Typ das noch nicht gesehen hat! Unfassbar! Ein wenig leiser wird dann über Movie4k gequatscht, das ist ja der neue Geheimtipp nachdem Movie2k sicher bald “vom Netz geht”! Wenn man den neusten Adblocker installiert hat, dann kann man auch ohne Werbung auf der Seite seine Filmchen streamen. Wen interessiert schon die grauenhafte Qualität, ist ja schließlich umsonst! Und im Übrigen ist es klasse, dass sich die Piratenpartei dafür einsetzt, dass Medien nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Wer dann noch Filme produziert, wenn sie keiner mehr bezahlen muss? Öhhhmm… das sehen wir dann! Und wenn dann einer beim Kaffee anfängt in verschwörerischem Ton zu erzählen, dass er das WEP-Wlan vom Nachbarn gehackt (ich liebe dieses Wort… “hacken”, hrrr) hat, da fangen gleich alle an zu sabbern und halten ihn für den Computerfreak Nummer 1. Dabei fürchten sie sich gleichermaßen mit ihm gesehen zu werden, man weiß ja nie ob er schon von der NSA beobachtet wird. Trotzdem fühlt es sich gut an mit ihm darüber zu reden, man kann schließlich sooo viel voneinander lernen. Wir sind alle Digital Natives und finden das (und vorallem uns) total toll.

Aber ist es das was Angela Merkel als Neuland bezeichnet? Die Möglichkeit Emails zu verschicken, Daten auszutauschen und Filme zu streamen? Ich denke nicht. Viel mehr glaube ich, dass sie eher auf einen der unten stehenden Begriffe anspielte und damit unser Sicherheitsbewusstsein im Internet anspricht, die Möglichkeit seine Meinung jederzeit ungefiltert mitzuteilen und Millionen von Menschen damit zu erreichen und zu beeinflussen. Dazugehörend natürlich auch die Fähigkeit, Qualität von Meldungen zu beurteilen und zu wissen, was in der digitalen Welt richtig oder falsch ist. Dass ich für meine Äußerungen im Internet genauso geradestehen muss wie für das, was ich in der realen Welt tue. Es geht darum, das Internet zu nutzen um Handel zu betreiben, Geld zu verdienen, im internationalen Markt nicht abgehängt zu werden und dennoch ethisch und juristisch korrekt zu handeln. Dabei aber als Regierung von Zensur und Medienkontrolle Abstand zu halten, auch wenn es sicher mal bequemer wäre ein paar Meldungen aus Twitter zu löschen. Das ist nämlich tatsächlich alles #Neuland.

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Man sollte auch folgende Begriffe damit verbinden.

Ich hoffe, dass diese Erkenntniss noch mehr Menschen überkommt. Ich persönlich finde es wichtig, sich mit derartigen politischen Statements erstmal auseinander zu setzen, anstatt gleich darüber herzuziehen. Ich empfinde die Meinung von Frau Merkel also durchaus als gerechtfertigt, allerdings unglücklich formuliert. Da fehlt halt nebem dem Doktor der Physik noch ein weiterer in Germanistik. Liebe Frau Merkel, vielleicht könnten sie das bis zum nächsten Besuch von Mr. Obama noch nachholen? Danke!

 

Die c’t rezensiert “Spiele entwickeln mit Gamestudio A8”

In der aktuellen Ausgabe der c’t ist eine Rezension meines Buches Spiele entwickeln mit Gamestudio A8 erschienen. Dass Karl-Heinz Dahlmann dabei recht angetan war, wirkt sich wie erwartet ganz ordentlich auf das Amazon-Verkaufsranking aus. Allerdings hätte ich nicht mit einem solchen Impact gerechnet, denn die Verkaufszahlen sind dermaßen in die Höhe geschossen, dass ich fast vor Freude im Büro spontan angefangen hätte zu singen. Zwar hatte ich im Weihnachtsgeschäft schon einmal Platz 16.000 (von 6.000.000.000 Büchern auf Amazon insgesamt) erreicht, aber dass nun Platz 4.800 drin sein sollte, hätte ich nicht gedacht. Da ich gegen Abend wieder auf Platz 20.000 abgerutscht war, war dann die erste Euphorie verflogen. Als ich dann ein paar Tage später nochmal geschaut hatte, sah ich, dass sich das Buch konstant auf Platz ~4000 gehalten hatte und sogar noch einen neuen Rekord mit Platz 4.100 aufgestellt hatte. Juhu! 🙂

Zu sehen sind diese Zahlen übrigens nur auf der amazoninternen Plattform Amazon Author Central. Dort kann man sich als Autor registrieren und sich seine eigenen Bücher zuordnen lassen. Amazon holt dann vom Verlag die Bestätigung ein, dass man wirklich der Autor ist und erst dann bekommt man Zugriff auf die Daten. Ein signifikanter Unterschied zu dem Äquivalent in Amerika ist, dass man in Deutschland lediglich das Ranking einsehen kann und nicht die absoluten Verkaufszahlen. Ich gehe mal davon aus, dass das wieder so eine rechtliche Geschichte ist, die Amazon und den Autoren diese Möglichkeit nimmt. Schade ist, dass man auch nur vom Verlag einmal im Jahr eine Rückmeldung über die tatsächlichen Verkaufszahlen bekommt. Zwar wissen die Damen und Herren wieviele Exemplare sie an die Buchhandlungen rausgegeben haben, allerdings haben letztere die Möglichkeit, nicht verkaufte Bücher wieder zurückzugeben. Diese werden dann nachträglich wieder von den Verkaufszahlen abgezogen. Diese Rechnerei tut sich der Verlag dann verständlicherweise nur einmal im Jahr an. Alles nicht so einfach aber dennoch spannend! In den ersten 3 Monaten des letzten Jahres habe ich übrigens ~500 Bücher verkauft, davon etwa 50 EBooks. EBooks bringen dem Autoren übrigens etwa 3x so viel Tantiemen ein wie ein gedrucktes Exemplar. Kauft also mehr EBooks, ihr macht die Autoren damit glücklich und tut was für die Umwelt 😉

Die Grafik oben zeigt nocheinmal den Ausschnitt des Amazon-Rankings. Anfang Juni kam die c’t auf den Markt. Der Anstieg der Verkaufszahlen stellte sich noch am selben Tag ein. Vielleicht erscheint ja bald nochmal was in der Gamestar oder einem ähnlichen, spieleorientierten Magazin. Das würde unserer Community sicher noch ein bisschen helfen zu wachsen, sodass wir auf der nächsten AckCon (unserem jährlichen Entwicklertreffen) die 20 Teilnehmermarke knacken! Ich freue mich auf jedenfall sehr. Nicht nur darüber, dass ich wahrscheinlich nächstes Jahr auf den Malediven Urlaub machen kann sondern auch darüber, dass sich wirklich so viele Menschen für für ein so kreatives und schönes Hobby wie dem Entwerfen von digitalen Spielen interessieren!

[Gamestudio] Leap Motion DLL

Today I finished a simple DLL to connect Gamestudio to the Leap Motion. Headers and DLL can be downloaded here. The plugin works with the Leap Motion SDK 0.7.6.

Download

Since I don’t know about the license, you have to download the SDK yourself and put the Leap.dll in the same directory as this plugin.

The device has to be enabled by calling leap_init() and can then be used, for instance, to get all hands (get_hand_count()) recognized by the device. The video below shows a quickly hacked demo.

Wir haben gewonnen! jcLight wird bestes Spiel bei der Devmaina 2012!

Wer hätte das gedacht, gerade schreibe ich noch den Post über jcLight und ein paar Minuten später werden wir tatsächlich zum Gewinner des Overnight Contests der Devmania 2012 aufgerufen! Vielen Dank an Christian Behrenberg für die hervorragende Teamarbeit!

Die Umzugspause ist bald vorüber…

Ein Umzug ist keine leichte Sache und erfordert eine Menge Aufwand die man vorher nicht abzuschätzen vermag. Nun ist es aber geschafft und ich bin offiziell Karlsruher. Der Nachteil der ganzen Plackerei ist, dass ich kein Internet habe und mein PC noch in einem der 20 Kisten steckt die natürlich noch nicht ausgepackt sind.

Da ich in letzter Zeit wirklich viel Feedback für das Java EE Tutorial bekommen habe und die Downloads für die Gamestudio-Tutorials immer häufiger werden habe möchte ich euch kurz wissen lassen, dass sich bald wieder einiges auf jofre.de tut.

Die Umzugspause ist also bald vorbei! An alle Java EE Freunde: Installiert euch schonmal den ERMaster, wir bauen demnächst unser Entity Relationship Diagramm…

Random Paper Generator für IT Themen

Schade, dass ich nicht mehr an der Uni bin, ich wüsste gerne wieviele meine Profs auf folgendes hereingefallen wären: Heute hat mir ein Kollege einen wunderbaren Link zukommen lassen. Dieser Link beinhaltet ein Onlinetool, dass automatisch sogenannte IT Papers, also kurze Ausarbeitungen generiert die auf die ersten zwei Blicke echt aussehen, aber natürlich totaler Klumpatsch sind.

Das ganze gibts hier: http://pdos.csail.mit.edu/scigen/

Hier ist ein Beispiel: Developing Lambda Calculus and Erasure Coding

Viel Spaß beim Generieren 😉

[Gamestudio] WorldsEnd – Erstes Demo Video

Die meisten von euch kennen das Video bestimmt schon aus dem Gamestudio-Forum oder aus Facebook aber ich wollte es der Vollständigkeit halber nochmal hier posten.

Das ganze ist mit Lite-C und Gamestudio 8 gebaut. Verwendet werden Mystymood, Firoballs XML Headers und Modelle von Arterial3D.

Wenn das Level komplett designed ist, Sounds eingebunden sind, 3-4 Quests fertig sind und ein kleines Intro steht, dann werde ich mal eine spielbare Demo veröffentlichen. Also so in 1-2 Jahren 😉 Anyway, viel Spaß beim Gucken!

Evil Knievel – Das Kniffel für Profis

evilknievelViele von euch kennen sicherlich Kniffel, eine Spalte mit 10 Feldern die durch Würfeln gefüllt wird. Kann ja für 10 Minuten mal ganz spannend sein… Allerdings hatte ich vor ca einem Jahr die Ehre eine neue Variante des Spiels zu lernen, EvilKnievel!

Spielblatt zum Downloaden: DOWNLOAD

Anleitung
Wie auch beim normalen Kniffel spielen mehrere Personen zusammen und würfeln abwechseln mit 5 Würfeln maximal 3x in Folge. Mit diesen Würfen kann nun der Spieler entscheiden welche Zahlen er nochmal würfeln möchte um so letztendlich eine der folgenden Zahlenreihen zu erreichen:

  • Einser: So viele Einsen wie möglich (Es zählt die Augenzahl)
  • Zweier: So viele Zweier wie möglich (Es zählt die Augenzahl)
  • Dreier: So viele Dreier wie möglich (Es zählt die Augenzahl)
  • Sechser: So viele Sechser wie möglich (Es zählt die Augenzahl)
  • Full House: 3 von einer Zahl, 2 von einer anderen (oder auch 5 von einer Zahl!) (25 Punte)
  • Kleine Straße: 4 aufeinanderfolgende Zahlen (30 Punkte)
  • Große Straße: 5 aufeinanderfolgende Zahlen (40 Punkte)
  • Tief: Ein beliebiger Würfelwert der tiefer ist als “Hoch” (Es zählt die Augenzahl)
  • Hoch: Ein beliebiger Würfelwert der höher ist als “Tief” (Es zählt die Augenzahl)
  • Carree: 4 Würfel zeigen die selbe Zahl (40 Punkte)
  • Chance: Ein beliebiger Würfelwert (Es zählt die Augenzahl)
  • EvilKnievel: 5 Wüfel zeigen die selbe Zahl (50 Punkte)

Eine Besonderheit ist dem herkömmlichen Kniffelspieler bestimmt schon aufgefallen. Es gibt “Hoch”, “Tief” und “Carree” als neue Konstellationen. Aber das wirklich interessante kommt erst noch. Statt einer Spalte gibt es jetzt 3. Die linke Spalte darf nur in Reihenfolge von oben nach unten gefüllt werden. Die rechte darf nur von unten nach oben gefüllt werden. Die Spalte in der Mitte darf nach Belieben gefüllt werden.

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